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Reich werden im Galopp geht nicht

Viele Anleger träumen davon, mit Hilfe von “heißen Anlagetipps” in kurzer Zeit reich zu werden. Auch die Anlage in den wöchentlichen Lottoschein erscheint vielen recht lukrativ. Doch Lottogewinner sind eher selten, und “Zocker” sind mehr als selten auf den Rennlisten der reichsten Menschen zu sehen.

Was sollten Anleger also am Besten tun?
Die nach wie vor sinnvollste Anlage neben einer Basis an Liquidität und etwas Gold ist die Anlage in gute, solide Aktienwerte. Damit beteiligt man sich an der wirtschaftlichen Entwicklung. Und die geht trotz ab und an fallender Richtung doch langfristig nach oben. Zu den Kursgewinnen kommen dann noch Dividenden. Trotzdem scheuen viele vor dem Thema Aktien und verteufeln diese Anlageform. Aber durch geschickte Streuung kann man mit Hilfe von Aktien sein Depot-Risiko senken und dennoch die Rendite seines Gesamtportfolios steigern. Monatlich in den Markt mit Sparplänen z.B. einzusteigen, macht nach wie vor viel Sinn.

Was ist von der Regel zu halten, “hundert minus Alter = Aktienquote”?
Seit langen Jahrzehnten findet man diese Regel immer wieder in den Medien. Doch dies passt nicht auf jeden Anlegertyp. Gerade auch junge Menschen haben doch quasi die einzige Chance, langfristig mit Aktien Geld für die Altersvorsorge zu erwirtschaften. Bis zum Alter von ca 40, 45 Jahre könnte man also auch die Aktienquote gut bei 100 % belassen. Natürlich macht es Sinn, kurz vor Renteneintritt diese Quote zu verringern. Zu beachten sind zusätzlich immer die menschlichen Emotionen. Angst und Gier. Wenn an der Börse Angst herrscht, sollte man eher bereit sein, seine Aktienquote aufzustocken, bei Gier sollte man auch mal an Gewinnmitnahmen denken. Damit dürfte man sehr gut fahren.

Welchen Einfluss hat die Schuldenkrise auf die persönliche Depotstruktur, Stichwort Immobilien?
Aktuell suchen Anleger Sicherheit in Betongold. Waren vor Jahren noch Mietnomaden, generell das Thema Ärger mit Mietern, welches die Anleger vom Kauf von Immobilien abhielt, so wird derzeit allein der Fokus auf die vermeintliche Sicherheit der Immobilie gelegt. Im alten Rom gab es schon die Aufteilung, 1/3 Liquidität, 1/3 Immobilien und 1/3 Geschäfte. Die Tendenz mancher Anleger, Vermögen zu mehr als 3/4 in heimischen Immobilien zu halten und den Rest in Bargeld, macht nach meiner Einschätzung wenig Sinn. Zu bedenken gilt sicherlich auch, dass gerade der Staat in finanziellen Notsituationen sich am schnellsten an Immobilienbesitzer halten kann. Eine neue Sondersteuer auf Immobilien ist schnell eingeführt. Die Erhöhung der Grunderwerbssteuern in den verschiedenen Bundesländern zeigt dies ja schon an.

Fazit:
Die Welt hat schon viele Krisen vor der aktuellen Schuldenkrise gesehen, z.B. die beiden Weltkriege. Es ging immer wieder weiter. Das sollte auch nach der aktuellen Krise so sein. Mit einer breiten Vermögensstreuung sollte man vernünftig aufgestellt sein und gut durch die aktuelle schwierige Phase kommen.

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