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Informationsüberfluss, weniger ist manchmal mehr

Weniger wäre sehr viel mehr

Früher brauchte man Informationen, um ein Problem zu lösen; jetzt sind die Informationen zum Problem geworden“, so Neil Postman (US-Medienwissenschaftler 1931-2003).

Wenn es für den Anleger an etwas nicht fehlt, dann sind das Informationen. Rund um die Uhr, 24 Stunden, 7 Tage, wird man mit den neusten Informationen zu Wirtschaftsnachrichten, Marktinformationen und Analysen versorgt. Die elektronischen Medien machen dies möglich. Für viele Anleger gehört es zur Routine, bereits vorm Frühstück sich Marktinformationen via TV oder Internet zu besorgen. Der Informatonsfluss dauert an bis zum Schlafengehen. So ist man zwar wenig ausgeruht, aber “bestens” informiert.

Doch ist dies auch eine gute Basis?

Gerade die Überversorgung mit News verunsichert eher als das dies zu einer höheren Stabilität führt. Die maximale Information hat nicht zu besseren Anlageentscheiden geführt. Spannend in dem Zusammenhang ist sicherlich, dass der Bestsellerautor Rolf Dobelli von sich behauptet, keine News zu konsumieren (Cicero, Ausgabe 11.2012). Auf der einen Seite liest man seine Bücher, z.B. “Die Kunst des klaren Denkens”, auf der anderen Seite saugt man sich mit News so voll, dass das klare Denken fast gar nicht mehr möglich ist.

Mein Tipp:
Weniger ist manchmal mehr. Wenn man sich auf Grundlage einer soliden Recherche für eine bestimmte Anlagestrategie entschieden hat, dann sollte man auch dabei bleiben und sich nicht durch kurzfristige News verunsichern lassen.
Die persönliche Strategien muss man immer wieder neu anpassen, aber “weniger ist manchmal mehr”.

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