23. Juni 2013

Die Qualität in der Finanzberatung, helfen die bisherigen Regulierungsauflagen wirklich?

Immer mehr Regulierung Den Schutz der Anleger hat sich die Bundesregierung seit der Finanzkrise groß auf die Fahnen geschrieben. So wurden in den vergangenen Jahren unter anderem das Beratungsprotokoll eingeführt, die AIFM-Richtlinie, eine Neuregelung für alternative Investmentfonds, verabschiedet, mit dem § 34f GwO die Standards für Finanzvermittler verschärft und die Pflicht zur Offenlegung von Provisionen eingeführt. Besser wäre es stattdessen gewesen, die regulatorischen Maßnahmen auf eine qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung zu konzentrieren, um eine wirklich gute Finanzberatung für den Verbraucher zu gewährleisten. Immer mehr Auflagen Auf selbständige Finanzberater und –vermittler kommen derzeit immer schärfere Regularien und immer mehr Pflichten zu. Für die Berater ist damit ein wesentliches Mehr an Zeitaufwand und Kosten verbunden. Es macht schon Sinn, dass ein Finanzvermittler nach dem seit 1. Januar 2013 gültigen § 34f bestimmte Qualifikationen nachweisen muss! Allerdings werden die Regulierungen nicht immer im Sinne des Kunden umgesetzt. So hat der Gesetzgeber im Juni 2012 festgelegt, dass die so genannten Vermögensanlagen-Informationsblätter (VIB) in kurzer und verständlicher Form alle wesentlichen Fakten sowie Chancen, Risiken, Kosten und Provisionen aufführen müssen. Doch die Umsetzung ist mangelhaft, wie eine aktuelle Studie der Verbraucherzentralen vom Mai 2013 festgestellt hat. Keines der getesteten Produkte habe die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, so das Ergebnis der Untersuchung. Zum einen wurden diese nicht pflichtgemäß veröffentlicht, zum anderen enthielten sie bei weitem nicht alle geforderten Details zum Anlageprodukt. Ein weiteres Beispiel sind Beratungsprotokolle. Einer Studie der Unternehmensberatung Cofinpro zufolge sehen 61 Prozent der Bundesbürger drei Jahre nach deren Einführung keine erkennbaren Fortschritte bei der Beratungsqualität der Banken. Sieben von zehn Bundesbürgern glauben, dass die Institute bei den schwarz auf weiß dokumentierten Anlagegesprächen ihre Formulierungen so wählen, dass sie im Streitfall abgesichert sind. Die vom Gesetzgeber für Kunden vorgesehene Transparenz bleibt damit häufig auf der Strecke. Was wäre eine Alternative? Ein besserer Schutz wäre es, bei der Aus- und Weiterbildung der Finanzvermittler und Anlageberater anzusetzen, hier durch regulatorische Maßnahmen den Standard zu erhöhen und die Berater beispielsweise auch zu einer laufenden Weiterbildung zu verpflichten. Denn eine hochwertige Aus- und Weiterbildung, die neben reinen Produktkenntnissen vertieftes rechtliches, steuerliches, makro- und finanzökonomisches Know-how umfasst, ist Voraussetzung für eine ganzheitliche und zielgerichtete Finanzberatung im Sinne des Kunden. Qualitativ gut ausgebildete Berater sind auch besser in der Lage, komplexere Zusammenhänge auf den Finanzmärkten ihren Kunden zu erläutern und so zur dringend notwendigen Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung breiter Bevölkerungskreise beizutragen. Von der besseren Ausbildung würden also letztlich die Kunden profitieren, denn nur durch eine möglichst qualitativ sehr gute Aus- und Weiterbildung kann sichergestellt werden, dass ein Finanzplaner oder –berater seine Kunden in jeder Hinsicht objektiv und bestmöglich berät.
17. Juni 2013

Immobilien in den USA, lohnt ein Einstieg?

Derzeit gibt es mal wieder einen neuen Begriff, der in Diskusssionen im Finanzbereich Einzug gehalten hat: Tapering! Tapering kennen viele Sportler aus dem Ausdauerbereich. Um Ausdauer geht es jetzt auch im Finanzbereich im weitesten Sinne, um die Ausdauer der expansiven Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Seit Wochen steigen die Renditen von Anleihen; als größter Treiber wird die Diskussion um das Tapering angeführt. Gemeint ist damit die Möglichkeit, dass die Fed die derzeitigen monatlichen Käufe von insbsondere US-Staatsanleihen in Höhe von 85 Mrd US-Dollar zurückfahren wird. Dadurch würden die Anleihen eine wichtige Unterstützung verlieren und auch andere “Sichere Häfen” wie Bundesanleihen würde dadurch sicherlich tangiert werden. Mal schauen, welcher Begriff dann als nächster die Märkte bewegen wird.
4. Juni 2013

Immobilien in den USA, lohnt ein Einstieg?

Immobilienanlage, mal nicht als klassiche ETW Viele Anleger in Deutschland fragen sich, was man mit derzeit freien Geldern machen kann. Tagesgeld, Sparbuch, Festgeld etc. bringen aktuell nach Steuern und Inflation einen realen Verlust. Auch die Anlage in die klassiche ETW macht nur begrenzt Sinn, wenn die Kaufpreise unrentabel werden. Zum anderen ist sicherlich auch die Diskussion über neue Steuern und Abgaben nach der anstehenden Bundestagswahl im Herbst wenig förderlich, um weiteres Kapital in Deutschland anzulegen. Wenig bekannt ist da die Möglichkeit, über eine Sachwertbeteiligung in den USA in Immobilien zu investieren. Die USA haben ein vergleichbares Rechtssystem wie wir. Durch ein sogennnates Doppelbesteuerungssystem wird der Ertrag der Immobilie in den USA besteuert; hier gibt es sehr interessante Freibeträge, welche der deutsche Anleger nutzen kann und so eine bessere Nachsteuer-Rendite erzielen kann. Sind die Preise in den USA nicht schon zu teuer; gibt es eine Blase an den Immobilienmärkten? Nein. Die Immobilienpreise sind in in den vergangenen Jahren kräftig gefallen und haben sich erst langsam erholt. Derzeit kauft man noch günstig ein. Ein aktuell von mir empfohlener Immobilienfonds kauft zur Zeit zum Beispiel in New York ein. Dafür erhält der Fond zunächt nur eine niedrige, kostendeckende Entlohnung. Im Verkausfall werden dann zunächst die versprochenen Erlöse an die Anleger ausgezahlt. Was darüber hinaus verdient wird, geht zu 2/3 an die Anleger, 1/3 verbleibt beim Fondsanbieter. Dort sieht dieser seine Ertragschance, eine faire Verteilung! Es zeigt aber auch deutlich, dass Profis derzeit gute Chancen in den USA sehen. Hier mitzumachen, sollte sich auch für den heimischen Privatanleger lohnen!
15. Mai 2013

Der Dax steigt, Inländer sind allerdings kaum dabei

Seit Tagen steigt der Dax von einem Hoch zum nächsten. Es werden immer mehr Rekordstände vermeldet. Doch leider erfreuen sich immer weniger Inländer an diesen guten Meldungen. 55 Prozent der Aktien liegen inzwischen bei Investoren jenseits der Grenzen Kürzlich hat die Prüfgesellschaft Ernst & Young Daten vorgelegt, wonach nur noch 37 % der Dax-Werte von Inländer gehalten werden; 55 % hingegen werden derzeit von Anlegern jenseits der Grenzen gehalten (die Differen von 8% konnte nicht zugeordnet werden). Das ist Schade! Gerade in einer Niedrigzinsphase sind mit Zinsanlagen kaum Erträge zu generieren. Dennoch bleiben viele deutsche Anleger den Zinsanlagen treu und verlieren durch die negativen Realzinsen leider reales Geld!!! Die Option in Sachwerte (wie gute DAX-Werte) zu investieren, ist vielen zu riskant. So arbeiten die deutschen Unternehmen gut, die Früchte dieser Arbeit landen aber immer mehr bei cleveren Investoren ausserhalb der Republik. Gibt es denn einen Trend zu Aktienanlagen in Deutschland? Leider ist auch der Trend zu Aktienanlagen negativ. Waren noch in 2005 die meisten Unternehmen in heimischer Hand, hat sich dies gewandelt. Die Besitzanteile der ausländischen Investoren sind hingegen von 44 % auf 58 % angestiegen. Die Euphorie-Phasen Telekom und Neuer Markt sind lange vorbei und haben viele Investoren wohl so abgeschreckt, dass diese den Weg zu Aktien nicht mehr finden, oder vielleicht irgendwann, wenn ein Einstieg mal wieder viel zu spät sein könnte. Gerade die Euro-Rettung in Zypern sollte aber doch den ein oder anderen Investor nachdenken lassen, ob es vielleicht nicht doch sinnvoll ist, einen Teil seines Vermögens in soliden heimischen Sachwerten angelegt zu haben!