14. Mai 2014

Welcher Finanzberater passt zu mir?

Manchmal sind es die verschiedensten Gründe, warum ein Anleger seine Bank oder seinen Finanzberater wechselt. Sei es mangelnde Performance, zu hohe Kosten oder einfach die Qualität der Beratung. Ehe man auf die Suche nach einem neuen Finanzpartner geht, sollte man sich da 4 Kernfragen stellen: Welche Art von Vermögensverwalter suche ich? Welchen Vermögensanteil gebe ich an den neuen Finanzpartner, komplett oder nur “Testvolumen”? Was erwarte ich? Nur reine Anlageberatung, oder schon etwas mehr im Hinblick auf Vorsorge, Steuern etc.? Was ist eigentlich das Ziel meiner Anlage? Auf jede dieser Fragen wird es die verschiedensten Antworten geben. Wer klar weiß, wohin die Reise geht und mit welchen Mitteln, für den wird der Wechsel zu einer Direktbank sicher lohnen. Wer hingegen gerne seine Anlagen mit einem Partner vor Ort bespricht, für den ist sicherlich die hiesige Bank oder der freie Berater die beste Adresse. Je größer und komplexer allerdings die Anlagen sind, desto eher sollte man sich genau überlegen, mit wem man zusammenarbeitet. Zu Bedenken ist sicherlich, dass gute Mitarbeiter bei Banken sehr oft “aufsteigen”. Dann muß ich als Kunde mit einem neuen Berater wieder “bei 0 anfangen”. Wieder meine Wünsche und Ziele neu formulieren; passt dann auch noch die “Chemie” zwischen mir als Kunden und dem Bankberater. Sollte man sich für die Zusammenarbeit mit einem freien Berater entscheiden, sollte man insbesondere die fachliche Qualifikation prüfen. Ist da ein versierter Berater mit dem nötigen know-how, oder hat derjenige vielleicht im Extremfall nur ein Wochenkurs in Finanzwesen belegt? Hat man dann die Vorarbeit geleistet und sich diverse Angebote eingeholt und sind diverse Gespräche geführt worden, geht es an die Entscheidung. Auch da gibt es viele Fragen, die man sich im Anschluss stellen sollte: Was wird vorgeschlagen? Nur Bankprodukte, oder auch externe Angebote mit einbezogen? Habe ich nur ein Angebot von der Stange erhalten, oder ein gezielt auf meine Bedürfnisse ausgerichtetes Angebot? Wurde mir die Möglichkeit gegeben, alle Fragen zu klären, hat der Angebotsersteller mir die gebührende Beratungszeit gewährt? Werden meine Ziele damit erreicht, ohne höhere als akzeptierte Risiken einzugehen? Wie engagiert ist eigentlich der Berater? und ganz wichtig: Was sagt mein Bauchgefühl? Fühle ich mich da gut aufgehoben? Die Lebenserfahrung zeigt, dass sehr oft das sogenannte Bauchgefühl ein sehr guter Ratgeber sein kann. Wenn man bei einem Berater ein gewisses Grummeln in der Magengegend bemerkt, dann nimmt man besser ein anderes Angebot wahr. Es gibt genügend Anbieter am Markt! Einfach mal ausprobieren, was der Markt so anbietet!
25. April 2014

Sachwerte als Renditebringer

Nach wie vor bringen klassische Bankanlagen wie Tagesgeld oder Festgeld kaum oder nur geringen Ertrag. Wenn man dann noch die zwar niedrige, aber vorhandene Inflationsrate berücksichtigt, verliert so mancher vorsichtige Anleger real Geld. Das muß nicht sein! Wo verliert man derzeit Geld, trotz angenommener Sicherheit? Der deutsche Anleger ist sehr sicherheitsorientiert. 40 % der Geldvermögens der Anleger in Deutschland sind in Geldwerten, 30 % sind bei Versicherungen vergleichbar in Geldwerten angelegt. Mit Tagesgeld, Festgeld und auch Lebensversicherungen ist derzeit nichts zu verdienen. Ganz zu schweigen von der erhofften Sicherheit. Falls eine weitere Bankenkrise auf uns zukommt a la Lehmann, dann ist bestimmt der Staat nicht mehr bereit, hier den Retter in der Not zu spielen. Geschweige denn auch, die geforderten Beträge zu leisten. Investments ins klassische Fonds wie Aktienfonds machen natürlich weiterhin Sinn; allerdings ist die Bewertung an den Märkten bereits recht ambitioniert. Kursrücksetzer können jederzeit jetzt nach der recht langen Zeit der gestiegenen Kurse erfolgen. Alternative? Seit dem Juli des vergangenen Jahres sind Anlagen in unternehmerischen Beteiligungen nochmals strenger Reglementiert worden. Die ehemaligen “Geschlossenen Fonds” gibt es in der Form nicht mehr! Die Anlagen seit diesem Zeitpunkt sind um einiges strenger geprüft, der Schutz des Anlegers um einiges besser geworden. Die jetzt angebotenen Projekte machen auch für Anleger Spass. So biete ich zum Beispiel derzeit eine Anlage in ein Einkaufscenter an. Mietverträge mit bekannten Firmen laufen noch im Schnitt gut 8 Jahre; ausgekehrt werden davon dann 6 % p.a., die monatlich ausgeschüttet werden. Ärger mit Mietern hat man da nicht, falls der überhaupt vorkommt, kümmert sich das Management des Centers darum. Die machen im Übrigen nichts anderes als solche Anlagen. Das ist sicherlich eine gute Basis, um langfristig das Kapital des Anlegers zu schützen. Nicht nur direkte Immobilienanlagen, auch indirekte Anlageformen können Spass machen!
1. April 2014

Anlagestrategien, Zeit zum Umdenken!

Es gibt diverse Möglichkeiten, Vermögen sinnvoll zu streuen. Genannt werden hier nun ein paar bekannte Beispiele, die in den Medien häufig angeführt werden: Biblischer Vermögensmix In früheren Zeiten gab es eine beherrschende Anlagestrategie: 1/3 im Beutel 1/3 in Land und 1/3 in Geschäften. Auf heute übertragen also je 1/3 Cash, Immobilien und Aktien. So ganz falsch dürfte man mit dieser Strategie nicht gefahren sein, sonst hätte sich eine solche nicht lange Jahrhunderte gehalten! Aktienquote 100 minus Lebensalter Auch diese Anlagestrategie wird immer wieder gerne zitiert. Macht die Strategie Sinn? Die Menschen werden heute glücklicherweise immer älter. Das hat natürlich zur Folge, dass man auch länger Kapital benötigt, um seinen Lebensstand im Alter zu halten. Mit reinen Tagesgeldanlagen ist aber derzeit “kein Blumentopf zu gewinnen”. Aber zumeist fahren ältere Menschen Ihre Aktienquote schon recht früh auf Null zurück. 65-jährige könnten also laut der Strategie noch 35 % in Aktien halten. Die Strategie macht sicherlich Sinn, man muss aber ein gutes Nervenkostüm haben, um normale Rückschläge mental zu verkraften. Heutige Depotaufteilung Beobachtungen bei meinen Kundengesprächen in den letzten Monaten war aber eine ganz andere Strategie bei Kunden und Interessenten. Zumeist ist der Cash-Anteil an den Vermögen deutlich nach oben geschnellt. Immer wieder stelle ich fest, dass der Cash-Anteil bei 50 % und mehr liegt. Fällige Gelder aus Lebensversicherungen werden oft auf dem Tagesgeldkonto geparkt. Das parken dauert dann aber zumeist Jahre, nicht das eigentlich sinnvolle Zwischenparken bis man eine sinnvolle Lösung für die Gelder gefunden hat. Ein Studie Blackrocks in der Schweiz hatte übrigens kürzlich zum Ergebnis, dass Privatanleger derzeit zu 60% in Cash, zu 12% in Aktien und 13% in Immobilien anlegen. Erstaunlich ist das schon, wenn man bedenkt, dass das Anlaufen der Druckerpresse der Notenbanken in allen Teilen der Welt, insbesondere aber im historisch belasteten Deutschland, eigentlich hohe Sorgen vor Inflation bringt. Auch das Image von Banken ist nicht gerade mit Spitzenwerten gesegnet. Dennoch vertrauen die Anleger in Papiergeld und den sonst eher suspekten Banken. FAZIT Es gibt diverse “Richtlinien” für eine sinnvolle Vermögensaufteilung. Die von den meisten Privatanlegern derzeit gefahrene Strategie von hohen Kontenguthaben macht mittel- bis langfristig den wenigsten Sinn. Es ist die Zeit zum Umdenken gekommen! Trotz aller Schwankungen an den Märkten sollte man die Aktien-Quote ausbauen, zu Lasten der Cash-Position!
21. Oktober 2013

Hohe Zinsen, kein Risko?

Vielen Anlegern dürfte der Name Kauphting-Bank noch ein Begriff sein. Vor gut 5 Jahren ging die Bank aus Island unter. Gelitten haben darunter auch viele Sparer, die im Vertrauen auf die hohe Zinsen im Norden Ihre Gelder in Island anlegten. Das die europ. Einlagensicherung und insbesondere die deutsche Einlagensicherung nicht half, merkten die Anleger erst, als es zu spät war. Danach kamen in vielen Medien die Betroffenen zu Wort. Viele warnten damals. Man habe sich nur von den hohen Zinsen blenden lassen. Das Risiko habe man vernachlässigt. Man können nur vor diesen eher unbekannten Banken warnen; im Fall der Fälle wäre es schwierig, wieder an die angelegten Gelder zu kommen. Man ist dann bei der Kauphting schlussendlich mit einem blauen Auge davon gekommen. Bigbanc, Ubibanka etc. Erstaunt sieht man aber derzeit eine Entwicklung in Deutschland, dass wieder sehr viele Gelder bei den sogenannten “Zweigstellen ausländischer Banken” landen, insbesondere als Festgelder. So zeigen aktuellen Zahlen der Bundesbank, das mehr als 60 Mrd. Euro von Privatpersonen bei diesen Banken mit einer “Banklizenz light” liegen. Diese Banken mögen alle ganz ordentlich wirtschaften, und natürlich auch alle die Versprechen an die Anleger erfüllen; ob sich die Anleger aber aller Risiken bewußt sind, darf man sicherlich in Frage stellen. Auch die Warnungen der Stiftung Warentest vor bestimmten Banken zeigen kaum Wirkung. Wer höhere Zinsen bei einer eher unbekannten Bank haben möchte, der sollte sich auch des höheren Risikos bewußt sein. Fazit: Verwunderlich ist es schon, dass manche Anleger eine minimale Aktienbeimischung im Depot als hohes Risiko ansehen. Gleichzeitig aber bei einer Festgeld-Anlage bei einer wenig Vertrauen erweckenden Bank in Osteuropa von höchster Sicherheit ausgehen.