5. Dezember 2018

Vorabpauschale. Was ist das?

Anfang 2019 werden einige Fondssparer auf ihrem Depotkonto eine Abbuchung wegen „Fondsbesteuerung“ vorfinden. Was ist das, werden Sie sich dann sicher Fragen. Hintergrund für diese Abbuchung ist die Investmentsteuerreform. Sie trat Anfang 2018 in Kraft und sieht für viele Fonds, die keine oder nur in geringem Umfang Ausschüttungen vornehmen, eine Besteuerung auf Basis einer Pauschale vor. Bei der sogenannten „Vorabpauschale“ geht das Finanzamt von einem fiktiven Ertrag aus. Sie wird von der depotführenden Stelle berechnet. Wenn die Erträge über dem Freistellungsauftrag liegen (maximal 801 Euro pro Person), führt sie den Steuerabzug durch, Anleger müssen nichts unternehmen. Liegt sie darunter, erfolgt keine Abbuchung. Heißt: Da ist von Ihnen keine Aktivität von Ihnen als Depotinhaber aktuell notwendig. Es sei, Sie möchten Ihren Freistellungsauftrag anpassen. Übrigens: Sehr gut und mit allen Details ist das vom BVI auf deren Seite erklärt: https://www.bvi.de/regulierung/investmentsteuern/ueber-die-reform-2018/
30. November 2018

Überraschende Klumpenrisiken trotz Investitionen in unterschiedliche Investmentlösungen

Immer wieder empfiehlt man seinen Kunden als Investmentberater, deren Finanzanlagen möglichst breit zu streuen. Langfristig macht das einfach am meisten Sinn. Und schützt das Depot, wenn bestimmte Märkte besser oder schlechter laufen als erwartet. Soweit, so altbekannt (vermutlich) 🙂 Immer wieder bin ich dann doch erstaunt, wenn man bisherige Investmentanlagen von Neukunden prüft, wie wenig dann doch bei den investierten Werten gestreut wurde. Insbesondere passiert das oft bei den klassischen Anbietern. Kürzlich legte mir z.B. ein Kunde einer genossenschaftlichen Bank folgendes Depot vor: Uni-Favorit Aktien, Uni-Industrie 4.0, Uni-Euro-Aktien und den Uni-Deutschland. Klingt auf den ersten Blick doch sehr ausgewogen, oder? Jetzt kommt´s aber: Amazon und Alphabet sind die beiden jeweils größten Positionen im Favorit Aktien und im Industrie 4.0. Und z.B. Adidas sind da auch ganz oft im Depot. Und auch Microsoft ist da ganz oft vorne mit bei. Jede Menge Überschneidungen! Was will ich damit sagen? Vorsicht bei vermeintlich gestreuten Depots! Einfach mal in die Positionen reinschauen lohnt, gerne prüfe ich auch Ihr Depot, die entsprechende Software macht das ganz schnell und fördert manchmal erstaunte Blicke.  Einfach kurz eine Mail an mich, und wir prüfen das: jk@solide-investments.de      
13. November 2018

Die Vorteile einer Anlage in “gebrauchte Fonds”

Seit vielen Jahren gibt es sogenannte geschlossene Beteiligungen. Viele dieser Anlagen haben sich weniger gut entwickelt als geplant. Aber viele laufen nach Plan. Und es gibt auch sehr viele, die einiges besser laufen als die Prognose. Insbesondere Einkaufscenter stehen derzeit in Bewertungen hervorragend da. Beispielsweise das Olympia Einkaufscentrum in München, welches oftmals zu 750 % und mehr gehandelt wird. (Heißt 10.000 Euro angelegt, viele Ausschüttungen bereits erhalten und beim Verkauf erzielt man derzeit dann 75.000 Euro. Eine gute Anlage, oder? 🙂 ) Und auch bei den Anlegern gibt es viele unterschiedliche Typen. Es gibt den eher jüngeren Anleger, es gibt den zwischenzeitlich älter gewordenen Anleger. Aber es gibt auch Anleger, die zwischenzeitlich neue Pläne haben und die eher schwierig zu verflüssigende Anlage auflösen möchten oder auch einfach den Erben, der das Geld anders einsetzen möchte. Hier kommen die sogenannten Zweitmarktfonds ins Spiel. Die kaufen die bestehenden Fondsanlagen auf für sogenannte Zweitmarktfonds. Vorteile liegen in der bekannten Historie der Anlagen (sprich man kennt die Mieter, teilweise ist die Anlage bereits deutlich entschuldet, man hat einfach eine Erfahrung, wie sich das Projekt bisher entwickelt hat). Vorteil ist aber auch im Preis, da der Verkäufer häufig eher günstig verkauft. Und natürlich kommt dadurch eine große Streuung zustande. Also eine breite Diversifikation. Das Modell funktioniert sowohl bei Immobilien als auch bei nachhaltigen Anlagen, wie Windparks und Solaranlagen. Und ist ab einer kleinen Mindestbeteiligung von 5.000 schon möglich. Übrigens liegen die durchschnittlichen Zeichnungssummen bei teilweise 60.000 Euro. Interessiert an Details? Dann einfach ein Mail an mich: jk@solide-investments.de  
20. September 2018

Kann ich langfristig mit Aktienanlagen Geld verlieren?

Nichts ist unmöglich. So auch, dass man tatsächlich mit längerfristigen Aktienfondsanlagen Geld verlieren kann. Aber: Die Wahrscheinlichkeit ist im Promille-Bereich. Jeder, der in der Vergangenheit 10 Jahre oder mehr Geld in einen breit gestreuten Aktienfonds investiert hat, der ist im positiven Bereich geblieben. Leider kann man dies nicht garantieren. Jeder weiß, es kann immer etwas unvorhergesehenes passieren, z.B. Terrorattacken (11/09). Das die Ergebnisse bei längerfristigen Aktienanlagen dabei allerdings deutlich höher ausfallen, als z.B. bei klassischen Anlagen a la Lebensversicherung oder Sparbuch, ist in weit mehr als 99 % der Fälle zutreffend. Zusammengefasst: Ja, es kann passieren, dass man mal Geld verliert, aber das ist äußerst selten der Fall.