24. September 2020

Ausgabe 26: Märkte und Timing

https://studio.youtube.com/video/55XoEVeunhI/edit/basic
17. September 2020

Ausgabe 25 meines regelmässigen Marktüberblick

27. April 2020

Nächster Notenbankeingriff: Zinskontrolle (YCC)! Was bedeutet das für mich als Anleger?

In der Corona-Lage gibt es viele Dinge, die bisher als undenkbar galten. Neuerdings kommt da die Idee der Zinskontrolle hinzu, der Yield Curve Controll. Was bedeutet das? Vor kurzem hat es als erste Notenbank die australische Zentralbank ein sogenanntes “Renditeziel für Staatsanleihen” eingeführt. Auch die US-Notenbank Fed denkt wohl darüber nach.Üblicherweise legen die weltweiten Notenbanken nur einen Leitzins fest. Das ist meist nur ein sehr kurzfristiger Übernachtsatz. Durch die aktuellen Entwicklungen, durch die starken Einflüsse der Notenbanken am Markt, entwickeln sich aber manchen Renditen in Richtungen, die von den Notenbanken nicht gewollt sind. Funktionierende Märkte laufen ab und an den Interessen der Notenbanken entgegen. Und das schließt man durch Zinskontrollen einfach aus. Anders als bisher fixiert man nun auch längerfristige Renditen! In Australien hat man das bei dreijährigen Anleihen getan. Die Notenbank hat dafür einen Zinssatz vorgegeben, der fest ist. Sobald die Renditen davon am Markt abweichen, kauft jetzt die Notenbank Anleihen, insbesondere Staatsanleihen, um das Renditeniveau genau beim festgelegten Satz zu halten. Damit ist der Markt bei dreijährigen Papieren ausgehebelt. Was bedeutet das für mich als Anleger in Anleihen? YCC bzw. Zinskontrolle bewirkt, dass Staatsanleihen nicht mehr zu Marktpreisen gehandelt werden können. Das heißt konkret, ich kann nur noch überteuerte Staatsanleihen kaufen, die Rendite ist tief. Kurspotential besteht keines. Und damit dürfte das Thema Anlage in Renten und Staatspapieren auf lange Sicht im Vergleich zu anderen Anlageformen wenig sinnvoll sein. Der Markt ist ausgehebelt!Gut kann das nicht sein und wird sicherlich langfristig zu weiteren Problemen führen. Eine sinnvolle, breit streuende Vermögensdiversifikation macht daher jetzt noch mehr Sinn.
25. März 2020

Märkte im Bann von Corona, was ist zu zukünftig zu erwarten?

gestern gab es den höchsten Kursgewinn an den US-Börsen seit 1933. Sicherlich ein wenig beruhigend in diesen Corona-Tagen. Allerdings hat sich damit noch nichts gravierendes an den Börsen der Welt geändert. Derzeit scheint es so, als sei damit der Ausverkauf an den Märkten vorerst beendet. Die Notenbanken und Regierungen der Welt “pumpen” sehr viel Geld an die Märkte und auch direkt in Unternehmen, damit diese die aktuelle Krise meistern können. Und damit neben der Angst um die Gesundheit keine massive wirtschaftliche Not der Menschen kommt. Damit dürfte zunächst ein wenig Normalität an die Märkte zurück kehren. Und das ist auch gut so.  Mit den zukünftigen Unternehmensergebnissen dürften aber nochmals Verwerfungen an den Märkten auftreten. Derzeit kann niemand sagen, wie lange sich die Schließungen von bestimmten Unternehmen wird hinziehen, wann man wieder ins Restaurant gehen kann oder auch gar, wann wieder unbeschränkt reisen darf. Und je länger dies andauert, desto stärker werden die Auswirkungen auf die Gewinne der Unternehmen sein.  Was wird nach Ende der Pandemie passieren, welche langfristigen Auswirkungen sind zu erwarten? Momentan wird sehr viel Geld von den Staaten an die Bürger in verschiedensten Formen zurück gegeben. Teilweise in Form von “Helikoptergeld”, wie in den USA oder Hongkong. Deutschland hat diese Rücklagen, Italien aber sicherlich nicht!  Die Notenpressen der Notenbanken laufen auf Hochtouren. Das wird mittelfristig sehr wahrscheinlich zu steigenden Inflationsraten und auch zu höheren steuerlichen Belastungen führen. Italien und Spanien wird man in Europa nach dieser Phase unterstützen müssen, welche Auswirkungen das auf den Euro haben wird, kann man derzeit sicherlich nicht abschätzen. Aber es wird sicherlich Auswirkungen haben!   In diesem Umfeld dürfte es daher nach wie vor richtig sein, in soliden Sachwerten investiert zu sein. Klar, die Aktienmärkte schwanken derzeit heftig. Aber auf mittlere Sicht dürften neben Immobilien und Gold die Anlagen in Investmentfonds mit hohen Aktienquoten eine solide Basis sein. Bei Staatsanleihen und auch Unternehmensanleihen sollte man auf mittlere Sicht eher wenig bis gering investiert sein. Und auch mal an andere Währungen ausserhalb des Euros zu denken, dürfte langfristig sehr sinnvoll sein! Und das wichtigste zum Schluß: Bleiben Sie weiterhin gesund!