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Anlagestrategien, Zeit zum Umdenken!

Es gibt diverse Möglichkeiten, Vermögen sinnvoll zu streuen. Genannt werden hier nun ein paar bekannte Beispiele, die in den Medien häufig angeführt werden:

Biblischer Vermögensmix

In früheren Zeiten gab es eine beherrschende Anlagestrategie:
1/3 im Beutel
1/3 in Land und
1/3 in Geschäften.
Auf heute übertragen also je 1/3 Cash, Immobilien und Aktien.
So ganz falsch dürfte man mit dieser Strategie nicht gefahren sein, sonst hätte sich eine solche nicht lange Jahrhunderte gehalten!

Aktienquote 100 minus Lebensalter

Auch diese Anlagestrategie wird immer wieder gerne zitiert. Macht die Strategie Sinn?
Die Menschen werden heute glücklicherweise immer älter. Das hat natürlich zur Folge, dass man auch länger Kapital benötigt, um seinen Lebensstand im Alter zu halten. Mit reinen Tagesgeldanlagen ist aber derzeit “kein Blumentopf zu gewinnen”. Aber zumeist fahren ältere Menschen Ihre Aktienquote schon recht früh auf Null zurück. 65-jährige könnten also laut der Strategie noch 35 % in Aktien halten. Die Strategie macht sicherlich Sinn, man muss aber ein gutes Nervenkostüm haben, um normale Rückschläge mental zu verkraften.

Heutige Depotaufteilung

Beobachtungen bei meinen Kundengesprächen in den letzten Monaten war aber eine ganz andere Strategie bei Kunden und Interessenten. Zumeist ist der Cash-Anteil an den Vermögen deutlich nach oben geschnellt. Immer wieder stelle ich fest, dass der Cash-Anteil bei 50 % und mehr liegt. Fällige Gelder aus Lebensversicherungen werden oft auf dem Tagesgeldkonto geparkt. Das parken dauert dann aber zumeist Jahre, nicht das eigentlich sinnvolle Zwischenparken bis man eine sinnvolle Lösung für die Gelder gefunden hat.
Ein Studie Blackrocks in der Schweiz hatte übrigens kürzlich zum Ergebnis, dass Privatanleger derzeit zu 60% in Cash, zu 12% in Aktien und 13% in Immobilien anlegen.

Erstaunlich ist das schon, wenn man bedenkt, dass das Anlaufen der Druckerpresse der Notenbanken in allen Teilen der Welt, insbesondere aber im historisch belasteten Deutschland, eigentlich hohe Sorgen vor Inflation bringt. Auch das Image von Banken ist nicht gerade mit Spitzenwerten gesegnet. Dennoch vertrauen die Anleger in Papiergeld und den sonst eher suspekten Banken.

FAZIT

Es gibt diverse “Richtlinien” für eine sinnvolle Vermögensaufteilung. Die von den meisten Privatanlegern derzeit gefahrene Strategie von hohen Kontenguthaben macht mittel- bis langfristig den wenigsten Sinn. Es ist die Zeit zum Umdenken gekommen!
Trotz aller Schwankungen an den Märkten sollte man die Aktien-Quote ausbauen, zu Lasten der Cash-Position!

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